Br. Jens Petzold

Houla, 29. Mai 2012

Mariyam al-Aadhra Kirche, Sulaymaniya-Iraq, 29. Mai 2012

Houla

Letzten Freitag und Samstag habe ich rat- und fassungslos den Nachrichten zugehört. Ich habe mich gefragt, ob das dasselbe Land ist, das ich seit 19 Jahren kenne, in dem ich mehr als 10 Jahre lang gelebt, und erst vor einigen Monaten verlassen habe um eine neue Aufgabe hier im kurdischen Iraq zu erfüllen.

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25. Dezember 2011 Lateinsche Weihnachten in Bethlehem...

 

25. Dezember 2011 Weihnachten

Heute Morgen noch vor der Messe habe ich mir mit dem Bischof von Kirkuk zusammen einen Teil der Übertragung der Weihnachtsmesse in der Geburts-Basilika in Betlehem angeschaut. Die wunderschönen lateinischen Gesänge und Ehrfurcht gebietenden lateinischen Lesungen haben mich mit tiefer Traurigkeit erfüllt. In diesem Moment ist die Kirche zu einem linguistischen Museum verkommen. Was konnte der anwesende palästinensische Präsident Abu Masen wohl von dieser Messe mitnehmen? Was verstanden die Hunderte von Pilgern und einheimischen Gläubigen? Sicher gab es Hefte in Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch zum Mitverfolgen der Zeremonie, doch der eine Gott verlangt: "Hör" und auch: "Verkünde". Paulus erklärt uns klipp und klar: prophetisches Reden in verständlicher Sprache ist der Zungenrede vorzuziehen. Latein gehört heute, bei aller Notwendigkeit seiner Pflege, in den Bereich der Zungenrede. Es scheint als ob die Kirche, die einst in der Mitte der Gesellschaft und der Kultur stand, zur Fremden mit einer unverständlichen Sprache werden will: zur Barbarin.1

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Weihnachtsbrief aus dem irakischen Kurdistan

Weihnachtsbrief aus dem irakischen Kurdistan

Kirkuk, 20. Dezember 2011

Liebe Freunde,

Vielen Dank noch einmal für den herzlichen Empfang durch die schweizerischen und italienischen Mitglieder der Vereine der Freunde unserer monastischen Gemeinschaft. Es hat mir gut getan, Eure Nähe zu spüren. Danke auch für die vielen Beweise der Solidarität, die Ihr uns in diesen aufgewühlten Zeiten im Nahen Ostens gegeben habt. Die Statistiken über die Nutzung unserer Internetseite und unsere "Inbox" sagen uns, dass Ihr unser Wirken aufmerksam verfolgt. Danke! Der Nahe Osten, und speziell Syrien, braucht viel Fürbitte und Solidarität. Wir beobachten eine stetige Steigerung der Gewalt, während wir nicht aufgeben, mit all unserer Energie zur Gewaltlosigkeit und zur Versöhnung aufzurufen.

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